Battlefield 1 Battlefield 4

Battlefield 1 vs. Battlefield 4: Der Vergleich zwischen Alt und Neu

Battlefield 1 ist trotz der kleineren Zahl der offizielle Nachfolger von Battlefield 4. Auch, wenn das Spiel knapp 3 Jahre nach Battlefield 4 erschienen ist, sind beide Spiele weiterhin State of the Art und trotz neuem Battlefield 1 mit einem Setting im ersten Weltkrieg hat Battlefield 4 weiterhin stabile und hohe Spielerzahlen. Grund genug uns die Spiele im Vergleich anzugucken und aus unserer Sicht neutral zu bewerten was Qualität, Content und der Spaßfaktor so hergeben.

Der Battlefield Launch ist nie perfekt aber ein Erlebnis

Die Battlefield Serie hat einige haarsträubende Releases hinter sich. Wirklich sehr gut lief es nie. In Schulnoten wäre es eher ein gut bis ausreichend auf die 11 bisherigen Releases zwischen  Battlefield 1942 und Battlefield 1 festzulegen. Im Fall von Battlefield 4 gab es aber einige Probleme mehr. Viele Abstürze, Lags, der ordentlich versaute Netcode, einen Haufen Bugs und heftige Balancing Probleme sind nur einige der Dinge, die Battlefield 4 zum Release einfach nicht vernünfig hinbekommen hat. Bis all diese Probleme in Battlefield 4 gelöst waren, feierten wir mit dem vierten DLC bereits das Ende der Premium Laufzeit und es hat einfach zu lange gedauert.

Im Vergleich zu Battlefield 1 hat DICE einiges dazu gelernt. Natürlich ist Battlefield 1 auch jetzt noch nicht frei von Fehlern, aber DICE hat mit zwei großen Patches, vielen Tests und mit Feedback aus der Community das Spiel nach knapp zwei Monaten für die breite Masse optimiert und verbessert. Was man DICE zum Launch ankreiden kann waren Serverprobleme, die auf massive DDoS Attacken zurückzuführen sind.

Bis auf Serverausfälle lief der Battlefield Release gut.
Bis auf Serverausfälle lief der Battlefield Release gut.

Wir stellen Battlefield 1 damit zum Thema Lauch ganz klar auf das Siegertreppchen.

Spielinhalte

Battlefield 4 hat über drei Jahre Zusatzinhalte bekommen und wir müssen uns einmal an Day One zurückerinnern. Battlefield 4 hat insgesamt 10 Multiplayer Maps zum Release gehabt. Battlefield 1 hatte nur neun und die zehnte Map wurde dann in einem gratis DLC nachgereicht. Bis hier hin ist es also ein unentschieden. Doch Game Content ist vieles mehr als nur Maps.

Thema Waffen. Battlefield 4 hatte zum Release 64 primäre Waffen, diverse Handfeuerwaffen und 16 unterschiedliche Fahrzeuge. Battlefield 1 hat lediglich 24 primäre Waffen und verzichtet nahezu komplett auf Waffenanpassungen. Jede Waffe ist daher relativ statisch und kann nur mit einem Bajonett oder einem anderen Visier, wenn überhaupt, ausgestattet werden. Sicherlich kann man sagen, dass der erste Weltkrieg nicht mehr Waffen hergibt, aber ein wenig Anpassungsmöglichkeiten hätten wir uns auch gewünscht.

Zum Thema Fahrzeuge in Battlefield 1 gibt es ein klare Ansage. 11 Fahrzeuge und das Pferd, also 12 Fahrzeuge. Zu Gute halten muss man die Fahrzeuganpassung, die jedes der Fahrzeuge dann doch nochmal ordentlich für den jeweiligen Use case verbessert. Wirklich schade ist der Abstand vom in Battlefield 4 wiedergefundenen Naval Combat. In Battlefield 1 ist das Boot ein reines Transportfahrzeug oder Behemothzerstörer.

Levolution in Battlefield 4
Levolution in Battlefield 4

Wo wir schon beim Thema Behemoth sind. In Battlefield 4 gab es diese nicht. Dafür gab es aber Levolution, das ebenso wie die Behemoth in Battlefield 1 das Spiel wenden können. Durch den Verzicht auf eindrucksvolle Levolution Events bietet Battlefield 1  aber trotzdem einen sehr großen Grad an Zerstörung. Häuser, Festungen, Bäume und sogar Krater im Boden entstehen während der Schlacht im ersten Weltkrieg.

Battlefield 1 hat hier dank der Dynamik in den Themen Zerstörung, Wetterwechsel und Behemoth ganz klar die Nase vorn. Bei den Maps steht es unentschieden und die Waffen sind ein Punkt, der nicht wegzudiskutieren ist. Ansonsten gibt es an Inhalten nicht wesentlich weniger als in Battlefield 4.

Dynamisches Wetter ist eines der neuen Features.
Dynamisches Wetter ist eines der neuen Features.

Ein unentschieden mit einer leichten Tendenz zu Battlefield 4, da die Waffenauswahl samt Gadgets und Anpassungen einfach besser, ist halten wir hier für angemessen.

Grafik

Der Vergleich kann unfairer nicht sein. Battlefield 4 sah damals toll aus, Battlefield 1 sieht heute toll aus. Battlefield 4 wurde aber durch die alte Konsolengeneration stark limitiert und DICE hat mit Battlefield 1 wesentlich mehr Möglichkeiten gehabt das Spiel entsprechend aussehen zu lassen. Negativ könnte man ankreiden, dass Battlefield 4 im Vergleich zu Battlefield 3 keinen Sprung in Punkto Grafik gemacht hat.

Am Ende ist in diesem Vergleich zum Thema „Grafik“ auch ein unentschieden für beide Spiele nur fair, da beide Spiele zu seiner Zeit einfach bombastisch ausgesehen haben und die Multiplayer Referenz in Punkto Grafik bilden.

Belohnungen, Awards und Ränge

Jedes Battlefield Spiel hatte in der Vergangenheit ein stark verzahntes Rangsystem, mit dem Waffen, Gadgets, Fahrzeuge und deren Anpassungen freigeschaltet werden konnten. In Battlefield 1 hat man davon sehr weiten Abstand genommen. Es gibt 10 Klassenränge, welche in drei Stufen Waffen freischalten und den allgemeinen Rang, der derzeit bis Level 100 geht.

Rang und Medailliensystem in Battlefield 1 ist zu "einfach".
Rang- und Medailliensystem in Battlefield 1 ist zu „einfach“.

Für das Erreichen eines Ranges gibt es Warbonds, von denen dann Waffen gekauft werden können. Bereits mit Level 70 hat man genug alle Warbonds, um sämtliche Waffen, Granaten, Gadgets und Fahrzeuge zu kaufen bzw. freizuschalten. Für das Erreichen der Ränge 71-100 gibt es erst gar keine Warbonds mehr. In Zukunft wird es hier also auch nichts mehr geben.

Auch das Erreichen der Awards und Medaillen in Battlefield 1 ist sehr unattraktiv und spornt nicht wirklich an alle Medaillen freizuschalten. Ständig hat man doppelte Medaillen in der wöchentlich wechselnden Rotation. Die Aufgaben sind in der Reihe zu erledigen und stören das Gameplay erheblich.

Battlefield 4 macht hier einiges besser, hat mehr Ränge (140) und gewinnt in dieser Kategorie ganz klar das Rennen.

Battlepacks
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Das neue Battlepack-System – Cashcow?

Wer mag es nicht Zusatzinhalte gratis zu erhalten. In Battlefield 4 gab es diese Inhalte in Battlepacks für das Erreichen von Rängen oder den Abschluss eines Waffenlevels in verschiedenen Stufen. In Battlefield 1 fokussiert sich das Battlepacksystem auf gut Glück und oder darauf Geld auszugeben, um diese zu kaufen. Viel Geld! Knapp 25% teurer sind die Battlepacks in Battlefield 1 im Vergleich zu Battlefield 4, wenn man diese gegen Echtgeld kaufen möchte.

Noch dazu haben die Battlepacks in Battlefield 1 weniger Inhalte und Möglichkeiten sowie ständig neue Skins. Ein Skin und mit Glück ein Bonusitem ist im Vergleich zu wenig, wenn die Chance schon so niedrig ist am Rundenende ein Battlepack zu erhalten. Auch hier macht Battlefield 4 das Rennen im Vergleich.

Singleplayer

Battlefield 4 hat eine Singleplayer Kampagne und auch Battlefield 1 hat eine solche. Technisch und rein von der Länge sind beide Kampagnen relativ identisch. Während in Battlefield 4 allerdings fiktive Charakter in einem modernen Krieg umherziehen, sind in Battlefield 1 Warstories das Bindeglied zwischen Spieler und Spiel. Das Setting des ersten Weltkriegs ist dabei extrem wichtig.

Es muss aber auch gesagt sein, dass sowohl Battlefield 4 als auch Battlefield 1 sich nicht mit Ruhm bekleckern, wenn es um den Singleplayer geht. Beide Kampagnen haben uns unterhalten und würden ein „befriedigend“ erhalten. Die Titanfall 2 Kampagne war da eher nach unserem Geschmack, wenn auch sehr kurz.

Singleplayer in der Battlefield Serie. Nicht besonders schlecht, nicht besonders gut.
Singleplayer in der Battlefield Serie. Nicht besonders schlecht, nicht besonders gut.

Unser Meinung nach gewinnt Battlefield 1 hier den Vergleich, da durch den historischen Hintergrund mehr Spieltiefe geboten wird.

Gameplay und Spielspaß

Battlefield 1 hat durch seine wenigen Waffen und den Verzicht auf automatische Waffen beim Medic im Vergleich zu Battlefield 4 auf viel kleineren Maps die Nase vorn. Das Gungame ist ausgewogener und Spray and Pray ist deutlich weniger als im Automtic-Rifle-Warfare in Battlefield 4. Die Time-to-Kill in Battlefield 1 ist höher trotz eines schnelleren Spielablaufs, der oft auch dazu neigt hektisch zu werden und das Mapdesign  im großen und Ganzen ist besser. Battlefield 1 ist damit leichter für Anfänger.

Aber… die Granaten! Es ist ein einziges Granaten Gespamme quer über die Map. Egal ob Explosivs, Nebel oder Giftgas. Ständig rumst und knallt es. Für uns sind die taktischen Helfer einfach „too much“. Auch das Waffenverhalten ist uns zu noobfreundlichen einsteigerfreundlich.

Die Waffen damals waren nicht leicht in der Handhabung und DICE hätte mittels Recoil, Spread und allgemein mehr Ungenauigkeit hier das Spiel entschieden schwerer machen können. Das merkt man vor allem bei den Scharfschützengewehren. Die Lernkurve, das minimal vorhandene Recoil zu begreifen, ist kurz und viel zu leicht. Neben dem Recoil ist dann auch noch das Niederhaltungsfeuer extrem stark und versetzt einen nicht unbedingt in Freude. In Battlefield 4 war dies zu Beginn der Lebenszeit nicht wirklich anders und wir werden mit den kommenden Patches hier sicherlich noch einige Änderungen erfahren.

Spaß macht Battlefield 1 aber trotzdem und man kann tolle Runden haben. Vor allem im Team kann man in Battlefield 1 zusammen mit seinem Squad, bestenfalls bei uns auf dem Teamspeak, einige tolle Runden erleben und die Seele vergnügen. Battlefield 4 konnte dies zu Beginn mit all den Problemen nicht und der Punkt geht daher an Battlefield 1.

Community und Server

Es ist ein heikles Thema für die Community. Gameserver und Battlefield 1 sind ein absoluter Streitpunkt mit dem Entwickler und so wirklich versteht keiner warum es keine mietbaren Server von Drittanbietern, wie zu jedem Battlefield Titel zuvor, mehr gibt.

Stattdessen präsentiert DICE der Community in Battlefield 1 ein nicht ansatzweise fertiges Konzept mit eigens gehosteten Servern, die zu hohen Preisen und mit wenig Funktionen vermietet werden. Auch im Hinblick auf die Community gibt es Pläne, aber bisher keine Umsetzung. Platoons, Clanwars, Ligen, Turniere werden gerade in der Clan- sowie eSportszene benötigt. Allerdings fehlt jede Möglichkeit dazu. Battlefield 4 bot all dies zum Release.

Auch das neue Ingame Benutzerinterface, das rein vom Funktionsumfang in den Kinderschuhen steckt und bei weitem nicht den Umfang eines Battlelogs hat, stößt bei vielen Spielern sauer auf. Ebenso gibt es aber auch Spieler, die auf die Browseranwendung gut verzichten können. Im groben geht der Punkt aber wieder an Battlefield 4, da frei administrierbare Server einfach ein Must-Have für einen Battlefield Titel sind.

Fazit:

Nach 1337 Wörtern in diesem Artikel zum Vergleich von Battlefield 1 und Battlefield 4, sollte es ja nun einen Sieger geben. Nach Punkten gewinnt Battlefield 4. Nach dem Spielspaß Battlefield 1. So bleibt die Qual der Wahl welches Spiel am Ende das Richtige für euch ist. Generell sollten beide Spiele in eurer Sammlung nicht fehlen, denn beide Spiele sind wirklich toll und bieten langanhaltenden Spielspaß. Battlefield 4 strotzt nach drei Jahren Support voller Neuerungen, Inhalte und bietet viel Abwechslung.

Battlefield 1 hingegen steckt noch in der Anfängen und hat aufgrund der wenigen Probleme ein großes Potential eines der Battlefield Titel zu werden, das wie Battlefield 2 als gelobtes Spiel in die Battlefield Geschichte eingehen könnte, an das sich die Community gerne erinnert. Was der weitere kostenlose und kostenpflichtige Content bringt, wird entscheiden wie sich unser Urteil eventuell noch verändern wird. Ebenso ist wichtig, dass DICE die nahezu komplett fehlenden Community Features und Serverfunktionalität entsprechend voranbringt.

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Dieses Thema enthält 4 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  M3daia vor 3 Monate, 4 Wochen.

4 Kommentare

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    Beiträge
  • #74875 Antwort

    Heisenberg

    völliger blödsinn der teil mit den leveln wer hat das bitte geschrieben ??? Sowas kann man nicht vergleichen mit dem nächsten Dlc wird es auch weitere level geben so das es kein vorteil von bf4 ist welches ja bis level 140 geht denn in bf1 wird auch die levelgrenze wie in bf4 mit jedem dlc angehoben

    #75046 Antwort

    bichfl

    das mit den Rängen stimmt schon mal überhaupt nicht. die wurden in BF4 sukzessive erhöht.

    Der Granaten-Spam war damals in BF4 auch vorhanden, wurde auch mittels Patches nach und nach angepasst.

    PS: ich vermisse battlelog
    PPS: ihr seid BF-Insider?????

    #75239 Antwort

    maxx
    Keymaster

    Das Rangsystem in Battlefield 1 wird nicht mehr Anreiz schaffen. Es sind nur Punkte die hier für neue Ränge vergeben werden. In Battlefield 4 wurde das Limit erhöht, aber es gab auch entsprechend Belohnungen für das erreichen von Level 100+. Wie zum Beispiel Battlepacks. In Battlefield 1 hört es bereits nach 30-50 Spielstunden und mit Level 70 gibt es weder Warbonds noch andere Goodies. Mit neuen Rängen wird DICE allenfalls die Punkte erhöhen.

    Ohne an diesem System zu arbeiten und es um Features, wie zum Beispiel ein Prestige System, zu erweitern gibt es hier nichts zu erreichen was sich lohnt.

    #75241 Antwort

    M3daia

    Das Spiel ist die letzten Horst Spieler gemacht………. man muss nix können0,0!!! kein Recoil egal welche Waffe die stehen einfach still xD sie bauen Spread ein statt Recoil :/ was das Gunplay Random ausgetragen wird total dumm sag ich dazu!

    Waffen alle scheisse 0 abwechslung………..

    Performance sau schlecht!

    Grafik toll aber macht das Spiel nicht gut…….

    Leveln macht kein spaß 0 anreiz

    Snipen für die letzten idioten zu wenig Bullet dropp!

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