Antwort auf: Battlefield V: Erste Verkaufswoche liefert enttäuschende Retail Verkaufszahlen

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#144223 Antwort

Ein_Onkel

Wenn ich lese, was (einige) Analysten für die EA-Aktie schwarz sehen lässt, fällt mir eines auf: Genau das, was EA und DICE letztlich ganz im Sinne von Westie und Co. umgesetzt haben (bzw. hoffentlich noch werden), führt zu geringeren Gewinnerwartungen und damit zum Abverkauf der Aktien. Damit ist vor allem gemeint, dass Zusatzinhalte nicht mehr gegen Aufpreis verkauft werden oder nachgekauft werden müssen. Die Überlegung ist, dass die meisten Spieler „nach einem Monat“ mit einem Titel letztlich „durch“ sind. Keine Ahnung, ob das stimmt, müsste ja mal jemand untersucht haben. Fakt ist: Die Wünsche der Community, insbesondere „kein Premiumpass“, senken die Gewinnerwartungen der Analysten; dazu kommen die Probleme mit den Lootboxen und, was hier noch nicht angesprochen wurde, der ABO-Service von EA, mit dem sich EA sozusagen selbst Konkurrenz macht (15 € für ein Monat Battlefield V und man ist „durch“). Meiner Meinung nach gab und gibt es schon immer 2 grundsätzlich verschiedene Spieler-Typen: Die einen suchen den schnellen Kick, sind die klassischen „Einmalnutzer“, die ein Spiel kaufen, es spielen und wegstellen und ein neues holen und diejenigen, die  ein Spiel über längere Zeit spielen möchten, denen es vielleicht sogar weniger um das Spiel, sondern um das gemeinsame Spielen geht bis hin zu einem gewissen „sportlichen“ Wettkampf, sozusagen „Plattformspieler“. Letzteren kommt es zwar auch auf neue Inhalte an, aber weitaus mehr geht es diesen Spielern darum, dass ihr Spiel (ihre Plattform) möglichst lange genutzt werden kann, idealerweise auf eigenen (gemieteten) Servern und/oder zumindest auf Servern, die ausreichend belegt sind. Für diese Gruppe wäre ein Abo-System (wie bei WoW etwa) viel sinnvoller, aber eines, dass auf einen Franchise bezogen ist und nicht auf 100 Spiele, von denen 99 für ihn ohne Interesse sind. Nur scheint es so zu sein, dass man bei FPS eben damit nicht genug Geld reinholt, um neuen Content entwickeln zu können. EA versucht derzeit den Spagat zwischen diesen Gruppen und das sieht nicht so gut aus. Es fragt sich aber, ob dieses Problem überhaupt lösbar ist. Zwischen einem FPS und einem Rollenspiel liegen eben spieltechnisch Welten. Die Nutzergruppen bei online-FPS sind von ihren Interessen und Gewohnheiten auch zu unterschiedlich. Hier wird immer von „der Community“ gesprochen und jeder, der den Begriff verwendet, meint damit sich selbst und die 5 Freunde, mit denen er spielt; damit wird die Illusion erzeugt, es gäbe eine gemeinsames Interesse „der Community“ und ich fürchte, dass das grundfalsch ist. Man wird auf die Dauer es nicht beiden Seiten recht machen können. Und es wird so sein, dass die Plattformspieler den Kürzeren ziehen werden auf lange Sicht. Nicht anders wäre es, wenn die Spielgestaltung noch mehr Wert auf die „Skill“-Spieler legt, mit anderen Worten: wenn das Spiel für Leute, die keine Zeit zum Üben haben (und auch keine Lust) zu schwierig wird. Die werden dann den nächsten Titel des Franchise gar nicht mehr kaufen. Ich weiß auch nicht, wie man das Problem beheben können, die beste Lösung wäre wohl, für die Plattformspieler ein Abosystem einzuführen (also zurück zum Premiumpass, nur mit viel mehr Vorteilen).

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